Notfall am BergNotrufnummern, Notruf absetzen, Erste Schritte
So setzt du einen Notruf ab
- Wo? Standort, Berg, Weg, markante Punkte. In der App zeigt der Standort-Knopf deine Koordinaten.
- Was? Was ist passiert, wie viele Verletzte, welche Verletzungen?
- Wer? Name und Rückrufnummer – danach das Handy eingeschaltet und frei lassen.
- Wetter und Sicht am Ort (wichtig für den Hubschrauber).
Alpines Notsignal ohne Empfang: 6 Zeichen pro Minute (Rufen, Pfeifen, Licht), dann 1 Minute Pause, wiederholen. Antwort der Helfer: 3 Zeichen pro Minute.
Hubschrauber einweisen: beide Arme schräg nach oben (Y = „Yes, wir brauchen Hilfe“). Ein Arm oben, einer unten (N) heißt „No, keine Hilfe nötig“.
Erste Schritte bei einem Unfall
- Eigene Sicherheit zuerst – nicht selbst in Absturz- oder Steinschlaggefahr begeben.
- Verletzte vor Kälte schützen: Rettungsdecke, isolierende Unterlage, trockene Kleidung. Unterkühlung ist am Berg die häufigste Folgegefahr.
- Nicht allein lassen, wenn es irgendwie geht. Bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage, Atmung prüfen.
TourenplanungZeit, Wetter, Umkehrzeit – die wichtigsten Punkte vor dem Start
Die meisten Bergunfälle beim Wandern sind Stürze, Herz-Kreislauf-Probleme und Erschöpfung – fast alle hängen mit Planung zusammen.
- Tour passend zum schwächsten Mitglied wählen: Länge, Höhenmeter und Schwierigkeit (siehe „Schwierigkeitsgrade“).
- Zeit realistisch rechnen: Faustregel 4 km/h und 300 Hm/h bergauf, 500 Hm/h bergab – plus Pausen. Die Navigation in der App zeigt Ankunftszeit und Sonnenuntergang.
- Mehrtägig? Hütten früh reservieren – viele Alpenvereinshütten sind im Sommer Wochen vorher voll. Der Routenplaner zeigt Hütten an der Route mit Buchungslink.
- Wetter am Vortag und am Morgen prüfen, im Sommer besonders die Gewitterneigung am Nachmittag – früh starten.
- Umkehrzeit festlegen und einhalten. Umkehren ist keine Niederlage.
- Jemandem sagen, wohin ihr geht und wann ihr zurück seid.
- Handy geladen, Powerbank, Route mit „Download für offline“ aufs Handy laden.
Gehtechnik und TrittsicherheitBergauf, bergab, Geröll und Nässe
- Bergauf: kleine Schritte, gleichmäßiges Tempo, bei dem du noch reden kannst. Ganze Sohle aufsetzen.
- Bergab: Knie leicht gebeugt, Gewicht über den Füßen, nicht nach hinten lehnen. Stöcke entlasten die Knie deutlich.
- Geröll und Nässe: auf Steine treten, die fest liegen; nasse Wurzeln und glatte Platten meiden.
- Seilversicherte Stellen: Seil als Handlauf nutzen, die Füße tragen das Gewicht.
Knoten und KnöpfeDie wichtigsten Knoten Schritt für Schritt – mit Videos
Knoten lernt man nur durch Üben: zuhause mit einem Stück Seil, bis es blind geht. Für den Ernstfall (Sichern, Abseilen, Spaltenbergung) gehört ein Kurs dazu – ein falsch geknüpfter Knoten hält nicht.
Achterknoten (gesteckt) – zum Anseilen
Verbindet Seil und Klettergurt. Der Standard-Anseilknoten beim Klettern und am Gletscher.
- Vom Seilende etwa eine Armspanne (ca. 1 m) abmessen.
- Dort einen einfachen Achter knüpfen: Schlaufe legen, das Ende einmal hinter dem Seil herum und von vorne durch die Schlaufe – er sieht aus wie eine 8.
- Das Ende durch beide Anseilpunkte des Gurtes führen (oben Hüftgurt, unten Beinschlaufen-Steg) – so wie der Hersteller es vorgibt.
- Das Ende dem Achter rückwärts parallel folgen („nachstecken“), bis jeder Strang doppelt und ohne Überkreuzung liegt.
- Schlaufe faustgroß lassen, alle vier Stränge einzeln festziehen, Restende mindestens 10 cm.
Sackstich
Schnelle Schlaufe in Seil oder Schlinge, z. B. zum Abbinden einer Bandschlinge oder als Bremsknoten im Gletscherseil.
- Seil an der gewünschten Stelle doppelt nehmen (Bucht legen).
- Mit der Doppelung einen einfachen Überhandknoten machen und die Bucht durchziehen.
- Fest zuziehen, die Stränge dabei parallel halten.
Mastwurf
Selbstsicherung am Standplatz: hält fest im Karabiner, lässt sich aber in der Länge nachstellen.
- Zwei gleichsinnige Schlingen ins Seil legen (beide Male das Seil in dieselbe Richtung drehen).
- Die rechte Schlinge hinter die linke schieben – sie liegen jetzt übereinander.
- Beide Schlingen zusammen in den Schraubkarabiner einhängen, zuschrauben, festziehen.
- Länge verstellen: Knoten etwas lockern und das Seil durchschieben.
Halbmastwurf (HMS)
Sichern und Abseilen ohne Sicherungsgerät – nur mit einem birnenförmigen HMS-Karabiner. Wichtige Notfall-Technik.
- Zwei Schlingen legen wie beim Mastwurf.
- Die Schlingen wie zwei Buchseiten zusammenklappen (nicht hintereinanderschieben – sonst wird es ein Mastwurf).
- In den HMS-Karabiner einhängen und zuschrauben.
- Probe: Der Knoten muss beim Ziehen am Bremsseil „umschlagen“ und das Seil bremsen. Die Bremshand verlässt das Bremsseil nie.
Prusikknoten
Klemmknoten aus Reepschnur: rutscht unbelastet, hält unter Last. Für Spaltenbergung, Seilaufstieg und als Hintersicherung beim Abseilen.
- Eine Reepschnur (5–6 mm) zum Ring verbunden (doppelter Spierenstich) bereitlegen.
- Den Ring hinter das Seil legen und ein Ende durch das andere führen.
- Das wiederholen, bis die Schnur dreimal um das Seil gewickelt ist – ordentlich nebeneinander, nicht überkreuzt.
- Wicklungen glattziehen, Belastungsprobe: muss bei Zug fest klemmen. Bei dünnem oder nassem Seil eine Wicklung mehr.
Ankerstich
Bandschlinge an Gurt, Baum oder Felsköpfel befestigen.
- Schlinge um den Gegenstand (oder durch die Anseilpunkte) legen.
- Das eine Ende durch das andere durchfädeln und festziehen.
- Nicht als Verbindung zweier Schlingen über scharfe Kanten belasten.
Doppelter Spierenstich
Verbindet zwei Seil- oder Schnurenden – z. B. Reepschnur zum Prusik-Ring.
- Beide Enden gegenläufig nebeneinander legen (ca. 30 cm überlappend).
- Mit dem ersten Ende zweimal um das andere Seil wickeln und durch beide Wicklungen zurückstecken.
- Mit dem zweiten Ende genauso – spiegelverkehrt – um das erste Seil.
- Beide Knoten festziehen, dann aneinanderschieben. Enden mindestens 3–4 cm.
Bandschlingenknoten (Wasserknoten)
Verbindet zwei Enden von Flachband zur Schlinge. Nicht für dünnes Dyneema-Band – das rutscht; dort genähte Schlingen kaufen.
- In ein Bandende einen lockeren Sackstich (Überhandknoten) machen.
- Das andere Ende von der Gegenseite genau dem Verlauf folgen – das Band liegt flach, nicht verdreht.
- Fest zuziehen, Enden mindestens 7–8 cm. Vor jeder Tour kontrollieren – der Knoten kann sich lockern.
Partnercheck
Vor jedem Einstieg gegenseitig prüfen – die meisten Kletterunfälle passieren durch einfache Fehler.
- Gurt: richtig angezogen, Schnallen geschlossen, nichts verdreht.
- Anseilknoten: durch beide Anseilpunkte, sauber gesteckt, fest, Restende lang genug.
- Sicherung: Gerät richtig eingelegt, Karabiner zugeschraubt, Bremsseil auf der richtigen Seite.
- Seilende abgeknotet, Kommandos abgesprochen.
Gewitter am BergWas tun, wenn ein Gewitter naht
Sommergewitter entstehen oft am frühen Nachmittag. Bei Gewitterneigung früh starten und rechtzeitig unten sein.
Wenn ein Gewitter naht
- Gipfel, Grate, Kämme und einzelne Bäume sofort verlassen.
- Abstand zu Drahtseilen und Metall – am Klettersteig das Seil verlassen, sobald es sicher geht.
- In eine Mulde oder Senke gehen, Kauerstellung mit geschlossenen Füßen, möglichst auf einer isolierenden Unterlage.
- Nicht an Felswände lehnen, nicht in Höhleneingängen stehen. In der Gruppe einige Meter Abstand halten.
- Faustregel: Weniger als 10 Sekunden zwischen Blitz und Donner – das Gewitter ist nah.
Orientierung, Nebel und VerirrenMarkierungen lesen, richtig reagieren
- Markierungen: In Österreich zeigen rot-weiß-rote Markierungen den Weg; die Wegnummer steht oft dabei. Blau = leicht, rot = mittel, schwarz = schwierig.
- Bei Nebel: langsamer gehen, von Markierung zu Markierung. Wenn keine mehr zu sehen ist: stehen bleiben, nicht querfeldein „abkürzen“.
- Verirrt? Zurück zum letzten sicheren Punkt. In der App zeigt „Jetzt navigieren“, wie weit du von der Route weg bist – auch ohne Netz, wenn die Route heruntergeladen ist.
- Nie in unbekanntes, steiles Gelände absteigen, um schneller ins Tal zu kommen – viele Abstürze passieren genau so.
Schwierigkeitsgrade verstehenWanderskala T1–T6 und Klettersteig A–F
Wanderskala (SAC) – so stehen sie in der App
Klettersteigskala (A–F)
Klettersteig – sicher unterwegsUmhängen, Abstände, Steinschlag
- Ausrüstung: Klettersteigset nach EN 958:2017, Klettergurt, Helm, Handschuhe (Details unter „Equipment“). Das Set passt meist für 40–120 kg Körpergewicht samt Gepäck – Kinder und leichte Personen brauchen eine zusätzliche Seilsicherung.
- Immer beide Karabiner im Seil, beim Umhängen an Verankerungen nacheinander umhängen.
- Ein Seilabschnitt = eine Person. Zwischen zwei Verankerungen nur einer – sonst reißt ein Sturz den anderen mit.
- Sets regelmäßig prüfen und nach einem Sturz austauschen. Rückrufe der Hersteller beachten; textile Teile altern (Herstellerangaben zur Lebensdauer).
- Steinschlag: Helm auf, nicht unter anderen Gruppen warten, selbst nichts lostreten.
- Ein Klettersteig ist kein Wanderweg mit Seil: Rückzug ist oft nur nach oben möglich. Notausstiege vorher kennen.
Hochtouren und GletscherSeilschaft, Spaltenbergung, Steigeisen
Großglockner, Großvenediger, Wildspitze oder Mont Blanc sind Hochtouren – mit Gletscher, Steigeisen und Seil. Die App markiert solche Routen als „hochalpin“.
- Nie allein und nie ohne Seil auf den Gletscher. Spalten sind oft unter Schnee versteckt.
- Spaltenbergung muss jede Person der Seilschaft beherrschen – das lernt man in einem Kurs (z. B. beim Alpenverein), nicht aus Videos allein.
- Für die ersten Hochtouren: mit Bergführer oder geführter Gruppe. Eine Hütten-Übernachtung bringt euch früh auf den Gletscher (fester Schnee am Morgen) – im Routenplaner „Mehrtägig mit Hütte“ wählen.
- Steigeisen und Pickel vorher auf einfachem Gelände üben – Steigeisen müssen zu den Schuhen passen.
Höhe und HöhenkrankheitSymptome erkennen, richtig reagieren
- Ab etwa 2.500 m können Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Schlafstörungen und Leistungsabfall auftreten – auch bei Fitten.
- Mit Symptomen nicht weiter aufsteigen. Werden sie schlimmer: absteigen – das ist die wirksamste Hilfe.
- Lebensgefährlich sind Höhenlungenödem (Atemnot in Ruhe, Husten) und Höhenhirnödem (Verwirrtheit, Gangunsicherheit) – sofort absteigen und Hilfe rufen.
- Langsam akklimatisieren: eine Nacht auf einer Hütte vor dem Gipfeltag hilft. Viel trinken.
Faustregel: Bei allem, was dich sichert, auf die Norm (grünes Schild) und bekannte Hersteller achten und nur neu kaufen. Die Marken sind eine Orientierung nach Preis-Leistung, keine bezahlte Empfehlung. Die Shop-Links öffnen die Suche im jeweiligen Shop.
Grundausrüstung WandernSchuhe, Regenschutz, Stöcke, Erste Hilfe
Bergschuhe
- Wofür
- Kategorie A/B für Wanderungen und Bergtouren, B/C für Klettersteig und Hochtour (steigeisenfest).
- Darauf achten
- Nachmittags anprobieren (Füße sind dicker), mit Wandersocken. Zehen dürfen bergab nicht anstoßen.
- Preis-Leistung
- Lowa, Meindl, Hanwag, Salewa; günstig: Decathlon (Simond/Forclaz)
Regenjacke
- Wofür
- Regen, Wind, Kälte am Gipfel – gehört auf jede Tour.
- Darauf achten
- Wasserdicht und atmungsaktiv, Kapuze passt über den Helm.
- Preis-Leistung
- Salewa, Ortovox, Mammut; günstig: Decathlon (Forclaz)
Wanderstöcke
- Wofür
- Entlasten die Knie bergab, Gleichgewicht im Geröll.
- Darauf achten
- Verstellbar oder faltbar (für Klettersteige verstaubar).
- Preis-Leistung
- Leki, Black Diamond, Komperdell; günstig: Decathlon
Erste-Hilfe-Set
- Inhalt
- Pflaster, Blasenpflaster, Verband, Rettungsdecke, Schmerzmittel, Tape.
- Preis-Leistung
- Ortovox, Deuter; günstig: Decathlon
Klettersteig-AusrüstungSet, Gurt, Helm, Handschuhe
Klettersteigset EN 958:2017
- Wofür
- Verbindet dich mit dem Stahlseil; der Bandfalldämpfer bremst einen Sturz.
- Darauf achten
- Gewichtsbereich (meist 40–120 kg), elastische Äste, große Karabiner mit Klettersteig-Verschluss. Nie gebraucht kaufen, Rückrufe beachten.
- Preis-Leistung
- Edelrid, Petzl, Black Diamond, Salewa; günstig: Simond (Decathlon)
Klettergurt EN 12277
- Wofür
- Klettersteig, Klettern, Gletscher.
- Darauf achten
- Verstellbare Beinschlaufen (über dicke Hosen), Materialschlaufen für Karabiner und Eisschrauben.
- Preis-Leistung
- Edelrid, Petzl, Black Diamond, Mammut; günstig: Simond
Kletterhelm EN 12492
- Wofür
- Steinschlag und Anschlagen – Pflicht für Klettersteig, Klettern und Hochtour.
- Darauf achten
- Gut einstellbar, Platz für Mütze darunter, Stirnlampen-Clips.
- Preis-Leistung
- Petzl, Black Diamond, Edelrid; günstig: Simond
Klettersteighandschuhe
- Wofür
- Schützen vor Blasen und Drahtlitzen am Seil.
- Darauf achten
- Fingerlos oder Halbfinger, verstärkte Innenhand.
Seil und SicherungSeiltypen, Karabiner, Sicherungsgeräte, Expressen, Schlingen
Seil EN 892
- Einfachseil ①
- Ein Strang reicht. Sportklettern, Gletscher: 9,5–10 mm, 60–70 m (Halle reichen 40 m).
- Halbseil ½
- Zwei Stränge, abwechselnd eingehängt – weniger Seilreibung und volle Länge beim Abseilen. Alpine Mehrseillängen: 8–8,5 mm, 2 × 50–60 m.
- Zwillingsseil ∞
- Zwei Stränge, immer beide zusammen eingehängt. Leicht, für Eis und lange Grate.
- Darauf achten
- Imprägnierung („dry“) für Schnee und Eis, Mittelmarkierung. Viele Halbseile sind auch als Zwillingsseil zugelassen – Kennzeichnung am Seilende prüfen.
- Preis-Leistung
- Edelrid, Mammut, Beal, Tendon
Karabiner EN 12275
- Schraubkarabiner
- Für Sicherung und Standplatz – Verschluss muss zugeschraubt sein.
- HMS-Karabiner
- Birnenförmig, Kennzeichnung „H“: nötig für den Halbmastwurf und die meisten Sicherungsgeräte.
- Schnapper
- Ohne Verschluss, für Expressen und Material.
- Darauf achten
- Bruchlast in Längsrichtung (kN) steht am Karabiner; quer belastet hält er deutlich weniger.
- Preis-Leistung
- Edelrid, DMM, Petzl (Attache), Black Diamond
Sicherungsgerät EN 15151
- Tube
- Leicht und vielseitig, auch zum Abseilen mit zwei Strängen (z. B. Black Diamond ATC). Bremst nur mit der Bremshand.
- Halbautomat
- Mit Unterstützung der Blockierung, z. B. Edelrid Jul/Giga Jul, Mammut Smart, Petzl GriGri. Mehr Reserve bei Fehlern – trotzdem Bremshand immer am Seil.
- Darauf achten
- Passt der Seildurchmesser? Steht auf dem Gerät.
Expressschlingen EN 12275 / EN 566
- Wofür
- Seil in Bohrhaken einhängen beim Vorstieg.
- Darauf achten
- Unterer Karabiner mit gebogenem Schnapper (leichter einzuclippen), 10–12 Stück für Sportklettern, längere für alpine Touren.
- Preis-Leistung
- Edelrid, DMM, Petzl, Wild Country
Bandschlingen EN 566 & Reepschnur EN 564
- Bandschlingen
- Genäht, 60 und 120 cm – für Standplätze, Sanduhren, Verlängerungen.
- Reepschnur
- 5–6 mm, ca. 1,3–1,5 m pro Prusik-Schlinge (mit doppeltem Spierenstich zum Ring).
- Darauf achten
- Textilien altern: nach Herstellerangabe tauschen, bei Schäden sofort.
- Preis-Leistung
- Edelrid, Mammut, Beal, Black Diamond
Hochtour und EisSteigeisen, Pickel, Eisschrauben, Spaltenbergung
Steigeisen EN 893
- Bindung
- Riemen (für alle Schuhe), halbautomatisch (Schuh mit hinterem Rand, B), vollautomatisch (Schuh mit Rand vorne und hinten, C).
- Darauf achten
- Muss zum Schuh passen – zum Kauf die Schuhe mitnehmen. Antistollplatten sind Pflicht.
- Preis-Leistung
- Grivel, Petzl, Camp, Climbing Technology; günstig: Simond
Pickel EN 13089
- Typen
- Typ 1 (B) für Gletscher und Firn, Typ 2 (T) für steiles Eis und als Verankerung.
- Länge
- Für Hochtouren eher kurz bis mittel (ca. 50–60 cm) – lange Pickel sind nur im flachen Gelände bequemer.
- Preis-Leistung
- Camp, Petzl, Grivel, Black Diamond
Eisschrauben EN 568
- Wofür
- Fixpunkt im Eis – Standplatz, Spaltenbergung.
- Darauf achten
- Stahl mit Kurbel, 13–19 cm für den Gletscher; Gewinde scharf halten und schützen.
- Preis-Leistung
- Petzl (Laser), Black Diamond (Express), Grivel, Climbing Technology
Spaltenbergung
- Pro Person
- 2 Prusik-Schlingen, 2–3 Schraubkarabiner (davon ein HMS), 1 Eisschraube, Bandschlinge 120 cm, Seilrolle.
- Wichtig
- Nur mit Kurs – die Technik muss im Ernstfall unter Stress sitzen.
Lawinen-NotfallausrüstungLVS-Gerät, Sonde, Schaufel
LVS-Gerät EN 300 718
- Wofür
- Sendet und sucht Verschüttete (457 kHz). Für Skitouren, Schneeschuh- und Wintertouren.
- Darauf achten
- 3 Antennen, Markierfunktion für mehrere Verschüttete, einfache Bedienung. Am Körper tragen, nicht im Rucksack.
- Preis-Leistung
- Mammut (Barryvox), Ortovox, Pieps, Black Diamond
Sonde und Schaufel
- Sonde
- Mindestens 240 cm, schnell aufbaubar.
- Schaufel
- Metallblatt (Kunststoff bricht im Lawinenschnee).
- Wichtig
- LVS, Sonde und Schaufel nur zusammen – und regelmäßig üben.
PacklistenTageswanderung, Bergtour, Klettersteig, Hochtour
Tageswanderung (T1–T2)
- Wanderschuhe, Regenjacke, warme Schicht (Fleece), Kappe/Sonnenbrille, Sonnencreme
- 1–1,5 l Wasser, Jause, Erste-Hilfe-Set, Rettungsdecke
- Handy geladen, Powerbank, Route heruntergeladen
Bergtour (T3–T4)
- Alles von oben, dazu Bergschuhe (Kategorie B), Wanderstöcke, Handschuhe, Mütze
- Stirnlampe, 2 l Wasser, Ersatzshirt
Klettersteig
- Klettersteigset (EN 958:2017), Gurt, Helm, Klettersteighandschuhe
- Bergschuhe mit fester Sohle, Stöcke faltbar
- Notausstiege und Wetter vorher prüfen
Hochtour mit Gletscher
- Steigeisenfeste Schuhe (C), Steigeisen, Pickel, Gurt, Helm
- Seil, Prusik-Schlingen, Schraubkarabiner, Eisschraube, Rolle (für Spaltenbergung)
- Gletscherbrille, warme Handschuhe und Ersatz, Daunen- oder Kunstfaserjacke, Hüttenschlafsack